Verordnung von Hilfsmitteln

Manche Hilfsmittelverordnungen sind unvollständig. Sollten Sie dem verordnenden Arzt eine Hilfestellung zukommen lassen wollen, finden Sie am Ende dieser Seite Vorlagen für Handzettel, die Sie dem Patienten für den Arzt mitgeben können. Diese sind jedoch nicht abschließend und müssen ggf. an die Vorgaben der Krankenkasse des jeweiligen Patienten angepasst werden.

Tipps zum Ausstellen von Entlassrezepten finden Sie nach Anmeldung im Mitgliederbereich hier.

Allgemein gültige Hinweise zur Verordnung von Hilfsmitteln finden Sie in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Hier ist insbesondere §7 von Bedeutung:

"§ 7 Inhalt der Verordnung

(1) Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sind gehalten, die Verordnung von Hilfsmitteln sorgfältig und leserlich auszustellen. Die Verordnungen sind auf den vereinbarten Vordruckmustern vorzunehmen. Die Vordrucke müssen vollständig ausgefüllt werden. Die Verwendung von Stempeln, Aufklebern u. ä. ist nicht zulässig.

(2) In der Verordnung ist das Hilfsmittel so eindeutig wie möglich zu bezeichnen, ferner sind alle für die individuelle Versorgung oder Therapie erforderlichen Einzelangaben zu machen. Die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt soll deshalb unter Nennung der Diagnose und des Datums insbesondere - die Bezeichnung des Hilfsmittels nach Maßgabe des Hilfsmittelverzeichnisses (soweit dort aufgeführt), - die Anzahl und - ggf. Hinweise (z. B. über Zweckbestimmung, Art der Herstellung, Material, Abmessungen), die eine funktionsgerechte Anfertigung, Zurichtung oder Abänderung durch den Leistungserbringer gewährleisten, angeben. Ggf. sind die notwendigen Angaben der Verordnung gesondert beizufügen.

(3) Bei der Verordnung eines Hilfsmittels, das im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt ist, kann entweder die Produktart entsprechend dem Hilfsmittelverzeichnis genannt oder die 7- stellige Positionsnummer angegeben werden. Das Einzelprodukt (bezeichnet durch die 10-stellige Positionsnummer) wird grundsätzlich vom Leistungserbringer nach Maßgabe der mit den Krankenkassen abgeschlossenen Verträge zur wirtschaftlichen Versorgung mit der oder dem Versicherten ausgewählt. Hält es die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt für erforderlich, ein spezielles Hilfsmittel einzusetzen, so bleibt es ihr oder ihm freigestellt, in diesen Fällen unter Verwendung der 10-stelligen Positionsnummer eine spezifische Einzelproduktverordnung durchzuführen. Eine entsprechende Begründung ist erforderlich. Satz 4 gilt für die Verordnung von Hilfsmitteln, die nicht im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind, entsprechend.

(4) Änderungen und Ergänzungen der Verordnung von Hilfsmitteln bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit Datumsangabe.

(5) Für die Verordnung von Sehhilfen (Abschnitt B) und Hörhilfen (Abschnitt C) gelten Besonderheiten."

Bitte beachten Sie, dass lt. den Versorgungsverträgen mit verschiedenen Kassen unterschiedlich Angaben auf den Verordnungen erforderlich sind.

Sollten Sie erkennen, dass Ihr Patient eine unvollständige Hilfsmittel-Verordnung vorlegt, können Sie den behandelnden Arzt auf die Informationen der KV zur Verordnung von Hilfsmitteln hinweisen:

www.kvhessen.de/fuer-unsere-mitglieder/verordnungen-und-leitlinien/hilfsmittel/

Bitte beachten Sie, dass folgende Hilfsmittel von einer Verordnung ausgeschlossen sind: 

www.gesetze-im-internet.de/kvhilfsmv/__1.html

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