Zwei Millionen kühlpflichtige Medikamente aus Hessens Apotheken

Apotheken vor Ort gewährleisten Einhalten der Kühlkette

(Offenbach am Main, 26. Juni 2017) – Viele Medikamente sind nur bei kühler Lagerung dauerhaft wirksam, zum Beispiel einige Insuline. Apotheker informieren ihre Patienten darüber, ob ein Medikament kühl gelagert werden muss. Diese Medikamente sollten dann im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad aufbewahrt werden, rät der Hessische Apothekerverband.

Im Jahr 2016 gaben die Apotheken in Hessen zulasten der GKV rund 1.963.000 kühlpflichtige Medikamente ab. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI). Nicht erfasst wurde die Abgabe auf Privatrezept oder in der Selbstmedikation. Insgesamt dürfte die Zahl der kühlpflichtigen Medikamente daher noch höher liegen.

Knapp ein Drittel der kühlpflichtigen Arzneimittel (643.695 Packungen) muss nicht nur in der Apotheke oder zu Hause, sondern auch beim Transport von der Apotheke zum Anwendungsort gekühlt werden. Dafür eignen sich zum Beispiel Isoliertaschen oder Styroporbehälter. Ein direkter Kontakt zwischen Medikamenten und Kühlelementen sollte vermieden werden, denn ein Einfrieren könnte die Wirkung der Medikamente vermindern.

Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, weiß: „Dauerhaft zu kühlende Medikamenten eignen sich nur bedingt für den Versandhandel. Die Apotheken vor Ort sichern flächendeckend die Versorgung mit diesen wichtigen Arzneimitteln. Deshalb bleibt es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“ 

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