Zuzahlungsbefreiung jetzt bei Krankenkasse beantragen

Insbesondere chronisch Kranke können Geld sparen

Quelle: ABDA

(Offenbach am Main, 31. Januar 2017) – Chronisch kranken Patienten empfiehlt der Hessische Apothekerverband, schon zu Jahresbeginn einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung bei ihrer jeweiligen Krankenkasse zu stellen. Alle gesetzlich Versicherten, die ein planbares Einkommen (z.B. eine monatliche Rente) haben und regelmäßige Zuzahlungen (z.B. auf ärztlich verordnete Medikamente) erwarten, sollten die Befreiung beantragen. Sie muss jährlich erneuert werden.

Grundsätzlich sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von der Zuzahlung befreit. Erwachsene werden hiervon befreit, wenn ihre gesetzlichen Zuzahlungen zwei Prozent ihres jährlichen Bruttoeinkommens schon überschritten haben oder absehbar überschreiten werden. Bei chronisch kranken Patienten liegt die Einkommensgrenze bei einem Prozent.

Eine schon zu Jahresbeginn ausgestellte Befreiungsbescheinigung kann in der Apotheke, bei Arzt- oder Klinikbesuchen sehr hilfreich sein. Auch wenn vom verordnenden Arzt ein Befreiungsvermerk auf der Verordnung eingetragen ist, leistet der Patient keine Zuzahlung zu seinem rezeptpflichtigen Arzneimittel. Ansonsten beträgt diese genau zehn Prozent des Preises, mindestens aber fünf Euro und höchstens zehn Euro. Die Zuzahlung ist für die Krankenkasse bestimmt, sie verbleibt nicht in der Apotheke.

Mit dem für 2017 aktualisierten Zuzahlungsrechner auf dem Gesundheitsportal www.aponet.de können die Versicherten genau ermitteln, ob die Belastungsgrenze im Laufe des Jahres erreicht wird.

Zuzahlungsbefreiungsrechner unter www.aponet.de/zuzahlungsrechner

Die von den Patienten geleisteten Zuzahlungen stiegen kontinuierlich in den letzten Jahren. In 2015 sparten die Krankenkassen durch die von Apotheken eingezogenen Zuzahlungen zu Arzneimitteln über 2 Milliarden Euro.

Zurück