Zahlreiche Wiesbadener unterschreiben in Apotheken

Unterschriftenaktion für flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln läuft bis 1. März

(Offenbach am Main, 15. Februar 2017) – Noch genau zwei Wochen läuft auch in Wiesbaden die große Unterschriftenaktion aller deutschen Apotheken. Ihr Ziel: der Erhalt der flächendeckenden Versorgung mit Arzneimitteln in Deutschland. Ihr bisheriger Verlauf bestätigt: die Bevölkerung macht engagiert mit. In der Aukamm-Apotheke zum Beispiel läuft sie so gut, dass das Team schon mehrfach Material nachbestellen musste, um bis zum 1. März allen Patienten die Chance zur Unterschrift zu geben. Dann endet die Aktion.

Apotheker Martin Hofmann und seine sechs Mitarbeiter erläutern jedem Patienten, warum die jüngste Entscheidung auf europäischer Ebene hierzulande zur Verschlechterung der Versorgung mit Arzneimitteln führt. „Die Patienten wollen nicht, dass ihre Apotheke hier womöglich schließen muss, nur weil ausländische Arzneimittel-Versender im Wettbewerb bevorzugt werden sollen“, erklärt Hofmann und verweist auf den Europäischen Gerichtshof, der im Herbst des letzten Jahres diese Vorteile für rechtens erklärte.

Dr. Detlef Weidemann, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes und Breckenheimer Apotheker, hat für seine Apotheke ebenfalls Material nachbestellt. Er appelliert an die Wiesbadener: „Unterschreiben Sie in den Apotheken. Zeigen Sie, dass Sie die Forderung der deutschen Vor-Ort-Apotheken unterstützen. Damit wir auch das nächste Mal noch für Sie da sind, wenn Sie nachts dringend ein Medikament benötigen.“

Weidemann verweist auf die Tatsache, dass insbesondere wohnortnahe Apotheken mit hohem Anteil an Kassenpatienten heute schon teilweise am Rande der Rentabilität arbeiten. Wenn diesen Apotheken aufgrund der EU-Entscheidung noch Umsätze wegbrechen, hat das schlimme Folgen für die Patienten und ihre Apotheken. „Das wäre vielfach das Ende der Arzneimittelversorgung vor Ort“, erklärt der Apotheker.

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