Wenn das Baby zahnt

Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September: Tipps aus der Apotheke helfen den Milchzähnen ans Licht

(Offenbach am Main, 24. September 2018) – Der erste Baby-Zahn kommt oft nicht ohne Beschwerden ans Licht. Um den sechsten Lebensmonat bricht der erste Milchzahn meist durch, die Backenzähne folgen ungefähr mit zwei Jahren. Zum morgigen Tag der Zahngesundheit gibt der Hessische Apothekerverband Tipps, wie Babys ihre kleinen Zähne ohne große Beschwerden bekommen.

Säuglinge zeigen ganz unterschiedliche Symptome, wenn die ersten Milchzähne kommen. Sie sabbern vermehrt, ihre Wangen sind rot und heiß, sie stecken die Hände oder andere Gegenstände in den Mund und beißen darauf herum.

Cornelia Braun, Mitglied im Vorstand des HAV, kennt weitere Anzeichen: „Manche Kinder leiden unter Fieber und einem sehr roten, wunden Windelbereich, es kann zu Durchfällen oder auch zu Verstopfung kommen. Da das Zahnen generell das Immunsystem schwächt, fallen Infekte oft mit dem Zahnen zusammen.“ Treten diese Beschwerden über eine längere Zeit auf, rät die Apothekerin zu einem Besuch des Kinderarztes.

Keinesfalls sollte das Baby dauerhaft auf harten Lebensmitteln oder Veilchenwurzeln kauen: „Das fördert Karies, und Veilchenwurzeln können bakteriell verunreinigt sein.“ Stattdessen empfiehlt Braun einen gekühlten Beißring, der sich leicht reinigen lässt und keine Verletzungsgefahr darstellt. Allerdings darf der Ring nicht in das Gefrierfach gelegt werden. Dort würde er zu kalt und könnte zu Erfrierungen am Zahnfleisch führen.

Gegen stärkere Beschwerden beim Zahnen helfen schmerzlindernde Gels zum Auftragen auf das Zahnfleisch. Sie enthalten leicht betäubende oder auch pflanzliche Wirkstoffe wie Kamille und Nelkenöl. Bei starken Schmerzen hilft ein Schmerzzäpfchen für Kinder.

Gleich mit dem ersten Zahn sollte auch die Zahnpflege beginnen. Braun empfiehlt, den Zahn mit einem Tuch oder einem Wattestäbchen regelmäßig zu reinigen. Fingerzahnbürsten mit spezieller Zahncreme für Säuglinge haben den positiven Nebeneffekt, dass die sanfte Massage des Zahnfleisches den restlichen Zähnchen den Durchbruch erleichtern kann.

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