Was heißt hier Apothekenpreise?

Nur kleiner Teil des Arzneimittelpreises verbleibt in Apotheke

Quelle: ABDA

(Offenbach am Main, 17. Januar 2017) – Verschreibungspflichtige Arzneimittel machen rund 85 Prozent des Umsatzes einer öffentlichen Apotheke aus. Ihre Preise setzen sich nach gesetzlich festgelegten Regeln zusammen, die der Apotheker nicht beeinflussen kann. Hierauf weist der Hessische Apothekerverband hin.

Pro Arzneimittel erhält der Apotheker 8,35 Euro für die Abgabe und seine pharmazeutische Leistung. Zudem erhält er drei Prozent vom Apothekeneinkaufspreis für Lagerhaltung und Vorfinanzierung des Arzneimittels. Die Arzneimittelpreis-Verordnung verbietet dem Apotheker, Rabatte an die Patienten zu gewähren. Rabatte gewährt der Apotheker lediglich den gesetzlichen Krankenkassen.

Uwe Arlt, Mitglied des HAV-Vorstands erklärt: „Pro abgegebenem, verordnetem Medikament erhält die Gesetzliche Krankenkasse, bei der der Patient versichert ist, von der Apotheke einen Rabatt von derzeit 1,77 Euro. So tragen auch wir Apotheker dazu bei, dass unser Gesundheitssystem bezahlbar bleibt.“  An die Krankenkassen leitet die Apotheke auch die Zuzahlungen der Patienten, die zwischen fünf und zehn Euro entrichten, weiter.

Somit, erläutert Arlt weiter, haben die Apotheker keinen Einfluss darauf, wie teuer oder günstig ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel ist. Er betont auch, dass der Staat für jedes abgegebene Arzneimittel in den meisten Fällen mehr Geld erhält als der Apotheker. Deutschland erhebt nämlich mit 19 Prozent den vollen und einen der höchsten Mehrwertsteuersätze auf Arzneimittel innerhalb Europas.

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