Testende Apotheken fordern Corona-Schutzimpfungen

(Offenbach am Main, 24. Februar 2021) – Bereits seit Dezember bieten öffentliche Apotheken ihren selbstzahlenden Patienten Corona-Schnelltests an und leisten einen weiteren wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Der Hessische Apothekerverband e.V. fordert, dass das testende Personal der Apotheken jetzt zügig Corona-Schutzimpfungen erhält.

„Die testenden Mitarbeiter sind in unmittelbarem Kontakt mit den Patienten und damit trotz umfassender Arbeitsschutzmaßnahmen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt“, stellt Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV, fest. Daher sei die Coronavirus-Impfverordnung anzupassen und testendes Apothekenpersonal unverzüglich zu impfen.

Die Anzahl der Apotheken vor Ort, die Schnelltests anbieten, könnte schnell steigen, sofern Mitarbeiter Aussicht auf eine Impfung hätten: „Wenn wir unseren testenden Mitarbeitern Schutzimpfungen anbieten können, kommen wir unserer Verantwortung zum Schutz unseres Personals noch besser nach“, erläutert der Apotheker.  

Zusätzliche Testkapazitäten, so ist Seyfarth überzeugt, leisten einen wichtigen Beitrag zu sinkenden Inzidenzzahlen: „Wo viel getestet wird, werden Infektionen schneller erkannt. Positiv Getestete begeben sich schneller in häusliche Quarantäne und stecken niemanden an.“ Infektionsketten werden so unterbunden.

Angesichts einer fast 80 prozentigen Impfbereitschaft der Apothekenteams sieht Seyfarth durch die Schutzimpfungen eine gute Möglichkeit für ein Erfolgsmodell: „Wenn das testende Personal geimpft ist, werden die Apotheken durch Schnelltests noch mehr als ohnehin schon zur Bekämpfung der Pandemie beitragen können.“

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