Tabuthema Mundgeruch: Schlechter Atem muss nicht sein

(Offenbach am Main, 24. Oktober 2017) – Mundgeruch ist für Betroffene und ihr Umfeld häufig belastend. Für Mitmenschen ist es schwierig, das Problem anzusprechen, und Betroffene nehmen ihn häufig selbst nicht wahr. Eine gute Zahnhygiene und eine Überprüfung, ob gegebenenfalls Arzneimittel oder Erkrankungen den schlechten Atem auslösen, sind erste Schritte zur Problemlösung, so der Hessische Apothekerverband e.V. (HAV).

Wenn mit dem Zähneputzen und der ersten Mahlzeit der schlechte Atem am Morgen nicht verschwindet, könnte der Mundgeruch folgende Ursachen haben:

• Schlechte Mundhygiene: Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen, Zahnfleischentzündungen oder auch der Zungenbelag können Mundgeruch hervorrufen. Werden die dritten Zähne, Implantate oder Zahnspangen nicht konsequent gereinigt, können auch sie anfangen zu riechen.

• Erkrankungen wie Atemwegsinfekte, eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder Magenbeschwerden wie Sodbrennen können Mundgeruch verursachen.

• Manche Arzneimittel wie einige Antidepressiva oder Mittel gegen Bluthochdruck können zu Mundtrockenheit führen, die wiederum Mundgeruch begünstigt.

Betroffene können in einem ersten Versuch immer an der Mundhygiene ansetzen, so Stefan Räuber, Mitglied im Vorstand des HAV. Der Apotheker rät zu Mundspüllösungen, die nach dem Zähneputzen die Mundgeruch verursachenden Bakterien auch an schlecht zugänglichen Stellen bekämpfen: „Diese Spülungen sollten eine begrenzte Zeit – aber nicht dauerhaft – eingesetzt werden. Die Mundflora könnte ansonsten gestört und die Schleimhaut gereizt werden.“ Solche Spülungen beinhalten oft Wirkstoffe wie Salbeiextrakt oder auch Chlorhexidin. Salbei wirkt adstringierend und desinfizierend durch seine ätherischen Öle. Chlorhexidin ist ein antibakterieller Wirkstoff. Bei anhaltendem Mundgeruch sollte aber immer der Zahnarzt oder der Hausarzt konsultiert werden.

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