Statt Routine: Knapp zwei Millionen individuelle Beratungen zu Asthma-Arzneimitteln

Apotheken in Hessen beratungsstark bei inhalativen Arzneimitteln

(Offenbach am Main, 28. April 2017) – Die Apotheken in Hessen gaben im Jahr 2016 mehr als 1,7 Millionen Fertigarzneimittelpackungen zur Inhalation bei Erkrankungen aufgrund verengter Atemwege wie Asthma ab. Hierbei ist die individuelle Beratung wichtig, denn je nach Präparat unterscheidet sich die korrekte Anwendung erheblich. Hierauf verweist der Hessische Apothekerverband anlässlich des Welt-Asthma-Tags am 2. Mai.

Der HAV bezieht sich auf eine Auswertung des Deutschen Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) von Verordnungen für gesetzlich Krankenversicherte. Verordnungen für Privatversicherte wurden nicht erfasst.

Die am häufigsten verwendeten Spraysysteme gegen Asthma sind Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Vernebler. Abhängig vom verwendeten System müssen die Patienten zügig oder langsam einatmen, um die Wirkstoffe vollständig aufnehmen zu können.

Apotheker Bernd Rupprecht, Mitglied des Vorstandes des HAV, rät Patienten daher, sich in der Apotheke ihr System genau erklären lassen und es einmal unter Anleitung anzuwenden: „Ein Großteil der Patienten wendet ihr Asthma-Medikament nicht richtig an. Somit nehmen die Patienten zu wenig oder zu viel Wirkstoff auf, was zu häufigeren Asthma-Attacken oder Pilzinfektionen im Mund führen kann.“

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