Schlemmersünden zum Fest

(Offenbach am Main, den 11. Dezember 2019) – Üppige, fettreiche Mahlzeiten und wenig Bewegung gehören für viele Menschen zur Vorweihnachtszeit. Leider treibt diese Kombination die Cholesterin-Blutwerte in die Höhe, erklärt der Hessische Apothekerverband HAV und gibt Tipps, was wir dagegen tun können.

„Cholesterin ist nicht prinzipiell schlecht“, stellt Lutz Mohr, Apotheker und HAV-Vorstandsmitglied fest. „Es wird für lebenswichtige Prozesse, wie Hormonbildung, Zellaufbau und Verdauung, im Körper benötigt.“ Aber: Wenn dauerhaft zu viel Cholesterin im Blut ist, lagert es sich an den Arterienwänden ab, die Gefäße verengen sich. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen. Lösen sich Teile dieser Ablagerungen von der Gefäßwand ab, kann es zu einem Thrombus kommen, der kleinere Gefäße in Herz oder Gehirn verschließt. Dann besteht die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.

Cholesterin ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. Mit fettreduzierter und pflanzlicher Kost bleiben Cholesterin- und Blutfettwerte in ihren Grenzen und können auch wieder sinken. Ausdauersport wie Wandern, Schwimmen oder Langlauf hat ebenfalls positive Wirkung auf erhöhte Werte. Zusätzlichen Schutz und Stärkung der Gefäßwände bietet die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren. Präparate aus Knoblauch oder Artischocken sowie zusätzlich eingenommene Ballaststoffe wie Leinsamen oder Flohsamen können den Cholesterinspiegel senken.

Anstelle des Verdauungsschnaps‘ rät der Apotheker nach einem üppigen Weihnachtsmenü eher zu einem Kaffee: „Der fördert die Verdauung ohne zusätzliche Kalorien.“

Viele Apotheken bieten ihren Patienten an, deren Cholesterinspiegel zu messen. Die Testergebnisse bestehen aus mehreren Werten: Hierzu gehören das HDL (High Density Lipoprotein), umgangssprachlich gutes Cholesterin genannt, das schlechte LDL (Low Density Lipoprotein), das Verhältnis der beiden zueinander und das Gesamtcholesterin. Sinkt ein erhöhter LDL-Wert trotz konsequenter Ernährungsumstellung dauerhaft nicht, rät der Apotheker zur Abklärung durch den Arzt.

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