Reiseapotheke auf Vollständigkeit prüfen lassen; Arzneimittel vor Hitze schützen

zum Ferienbeginn in Hessen

(Offenbach am Main, 26. Juni 2020) Die letzte Woche vor Beginn der hessischen Schulferien sollten Urlauber nutzen, um sich in ihrer heimatlichen Apotheke beraten zu lassen, was in ihre Reiseapotheke gehört, so der Hessische Apothekerverband.

Laut Mira Sellheim, Patientenbeauftragte des HAV, sind dies zumindest Pflaster, Desinfektionsspray, Insektenschutz sowie fiebersenkende Schmerzmittel. Erwachsene sollten zudem Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 25 einpacken, für Kinder empfiehlt sie Faktor 50.

Die Apothekerin erinnert auch daran, dass Arzneimittel vor Hitze zu schützen sind: „Keinesfalls gehören sie hinter die Windschutzscheibe des Autos. Während der Fahrt bleiben sie unter dem Vordersitz eher kühl.“ Da Hitze Arzneimittel beschädigen kann, ohne dass das äußerlich erkennbar ist, sollten sie stets zwischen 15 und 25 Grad gelagert werden. Genaue Auskunft zum Transport und der Lagerung des jeweiligen Arzneimittels gibt die Apotheke. Dort halten die Teams auch bspw. für Diabetiker Vordrucke bereit, die bei Kontrollen zum Nachweis der erforderlichen Medikation dienen.

Für Wanderurlaube empfiehlt sie die Mitnahme von Bandagen und einer Salbe, die bei Prellungen hilft. Und wer bei ungewohntem Essen mit Durchfall reagiert, sollte hiergegen ein Mittel einpacken. Wer mit dem Flieger verreist, sollte seine dauerhaft benötigte Medikation ins Handgepäck packen. Falls erforderlich, sollte die Medikation in kleineren Kühltaschen verwahrt werden.

„Was darüber hinaus sinnvoll ist, hängt vor allem vom Reisenden selbst und seinem Reiseziel ab“, erläutert Sellheim, für die es selbstverständlich ist, auch im Urlaub die Hygieneregeln (häufiges Händewaschen mit Seife, Niesen in die Armbeuge, Mindestabstand 1,50m) einzuhalten und eine Maske zu tragen. Da sich Stoffmasken im Urlaub oft nicht waschen lassen, rät sie, in der Apotheke auch gleich einen ausreichenden Vorrat an Einweg-Masken mitzunehmen.

 

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