Pioniere der Digitalisierung

Apotheken-Rechen-Zentrum Darmstadt feiert 50-jähriges Bestehen am 14. September

Zeitreise in die 1960er Jahre. Während regionale Codierstellen die elementaren Abrechnungsarbeiten übernehmen, haben die Apothekervereine Hessen und Rheinland-Pfalz eine Vision. Sie wollen ihren Apotheken eine wirtschaftliche Rezeptabrechnung bieten. So wird es am 8.7.1969 in Frankfurt notariell beurkundet, das Apotheken-Rechen-Zentrum ist geboren – zu Beginn mit rund 460 angeschlossenen Apotheken. Das ARZ wächst schnell,

1973 wird die Vermögensverwaltungsgesellschaft des saarländischen Apothekervereins dritter Gesellschafter.

In der Apotheke prägen Registrierkasse, Lauer-Taxe und ABDA Kartensysteme das Bild, dann Mikrofilm und elektronische Preisverzeichnisse. Die Zahl der Präparate ist überschaubar, beim Großhandel bestellt man telefonisch oder über Telefax. Zum Beginn der 80er halten Personal Computer Einzug. Das ARZ Darmstadt gründet die am 14. September 1982 die Tochtergesellschaft CIDA, die sich zur Aufgabe macht, Apotheken eine marktgerechte und kostengünstige PC-Software zu bieten.

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft des thüringischen Apothekervereins wird 1993 vierter Gesellschafter des ARZ Darmstadt. Wenig später beginnt eine neue Ära der Rezeptabrechnung, das manuelle Codierverfahren hat ausgedient. Jetzt „fotografieren“ Scanner in riesigen Beleglesern die Rezeptvorderseite, Zeichen werden automatisch erkannt.

Die beginnenden 2000er Jahre lassen Programmierer in Deutschland zwei Mal den Atem anhalten, beim Jahrtausendwechsel und bei der Umstellung von DM auf Euro. Dank guter Vorbereitung gelingt im ARZ Darmstadt alles reibungslos.

2004 gehen die ARZ Online-Dienste an den Start. Ein Jahr später ist das ARZ Darmstadt Vorreiter bei der Entwicklung eines sicheren Standards zur Übertragung von Rezeptdaten zwischen Warenwirtschaft und Rechenzentrum. Unter dem Namen FIVERX führen die großen deutschen Apothekenrechenzentren diesen Standard ein

Die Online-Rezeptstatistik APOINFO-Plus wird 2012 freigeschaltet. Ein Jahr später startet das ARZ den Dienst APOSCAN-Plus. Mit diesem Dienst scannen Apotheken heute pro Quartal rund 4 Millionen Rezepte und lassen sie online im Rechenzentrum prüfen – zum zeitsparenden Schutz vor Retaxationen.

2017 bringt das ARZ Darmstadt die Kundenbindungs-App APOJET auf den Markt. Die erste Digitale Rezeptsammelstelle wird installiert. CIDA und CORA werden für securPharm ausgestattet.

Um den wandelnden Herausforderungen in Apotheken auch in Zukunft sichere und effiziente Lösungen zu bieten, nutzt das ARZ Darmstadt Informationstechnologie auf modernstem Stand. Das Rechenzentrum in Darmstadt stellt eine hochredundante Infrastruktur bereit. Jeden Monat werden damit rund 5 Millionen Rezepte bearbeitet, bis zu einer halben Million sind an einem Tag möglich.

Geschäftsführer Reiner Haupt: „Nicht nur technologisch ist das ARZ Darmstadt heute, im Jahr unseres 50-jährigen Jubiläums, gut aufgestellt. Auch personell sind wir ein flexibles und leistungsfähiges Unternehmen. Die ARZ-Darmstadt-Gruppe ist längst mehr als ein Abrechner. Wir bieten heute eine Fülle von Dienstleistungen, die den Apotheken helfen, Zeit und Kosten zu sparen und ihre Service- und Beratungsqualität zu verbessern. Mit der neuen Software CORA bietet unser Tochterunternehmen CIDA eine Warenwirtschaft, die technisch auf neuestem Stand, zukunftsfähig und extrem bedienerfreundlich ist.“  

Das Unternehmen wird am 14. September 2019 zusammen mit Kunden und Partnern sein 50-jähriges Bestehen im Rahmen des Tages der offenen Tür feiern.

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