Nachbestellungen von Grippeimpfstoff zunehmend schwierig

Apotheken bieten Hessischem Gesundheitsdienst logistische Unterstützung an

(Offenbach am Main, 20. November 2020) – Der Hessische Apothekerverband verweist darauf, dass die Nachbestellung von Grippeimpfstoff durch die Apotheken vor Ort mittlerweile kaum mehr möglich ist. Schätzungsweise gut 1 Mio. Impfdosen bestellten die hessischen Arztpraxen zu Jahresbeginn bei den Apotheken vor. Einen Teil hiervon lieferten die Apotheken bereits an die Praxen. Weitere Impfdosen befinden sich hingegen noch im anspruchsvollen Freigabe- und Logistikprozess.

„Die hessischen Apotheken konnten noch bis November kleinere Mengen an Impfstoffen über den HAV nachbestellen“, erklärt Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV. Die Kooperation des HAV mit einem Grippeimpfstoff-Hersteller machte dies möglich. Auch die pharmazeutischen Großhändler nahmen bislang noch Vorbestellungen über Grippeimpfstoffe an.

„Nunmehr wurden diese Nachbestellungen jedoch durch einige Großhändler storniert“, stellt Apotheker Seyfarth fest. „Die Erwartung, dass über die vorbestellten Mengen hinaus noch Impfstoff in den Markt gelangt, scheint hier nicht mehr gegeben.“

Daher wandte sich Seyfarth an den Hessischen Gesundheitsminister: „Wir müssen wissen, welche Reserven an Grippeschutzimpfdosen für Hessen aktuell noch verfügbar sind.“ Sollte der hessische Gesundheitsdienst über eigene Reserve verfügen, stünden die Apotheken in den Gemeinden mit ihrer hervorragenden Logistik bereit, deren Verteilung zu übernehmen.

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