Gratis Masken für Risikopatienten nur noch mit Berechtigungsscheinen

(Offenbach am Main, 12. Januar 2021) – Risikopatienten benötigen seit dieser Woche einen Berechtigungsschein ihrer jeweiligen Krankenkasse bzw. ihrer privaten Krankenversicherung, wenn sie in ihrer Apotheke weitere kostenfreie Masken abholen wollen. Dies teilt der Hessische Apothekerverband mit und appelliert an die Patienten, Apothekenbesuche zu vermeiden, die einzig dem Abholen der Masken dienen.

Apotheker Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV, informiert: „Die im Dezember erlassene Schutzmaskenverordnung ermöglichte es den Apotheken, Masken unbürokratisch an ihre Risikopatienten abzugeben. Die Apotheken mussten quasi über Nacht Masken organisieren und finanzieren und haben diese Herausforderung hervorragend gemeistert. So konnten sie kurzfristig bundesweit knapp 30 Mio. Risikopatienten mit Masken versorgen.“

Nunmehr verlangt der Gesetzgeber vor Abgabe der Masken einen Berechtigungsschein. Die Scheine werden von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen an ihre jeweiligen Risiko-Versicherten versendet und können in den Apotheken vor Ort eingelöst werden. Vorgesehen sind zwei Bezugsscheine für jeweils sechs Masken in den Zeiträumen von Januar bis 28. Februar 2021 und vom 16. Februar 2021 bis zum 15. April 2021. Pro Berechtigungsschein fallen jeweils zwei Euro Zuzahlung an.

Seyfarth bittet die Patienten um Geduld: „Sollte Ihre Krankenkasse Sie noch nicht angeschrieben haben, wird sie dies in der nächsten Zeit tun. Bitte warten Sie unbedingt den Erhalt Ihres Berechtigungsscheines ab, bevor Sie zur Abholung der Masken Ihre Apotheke aufsuchen.“

Wer als Risikopatient in der Zwischenzeit Arzneimittel benötigt, dem bringen die Apotheken vor Ort sie nach Möglichkeit nach Hause. Diesen Service sieht Seyfarth als wichtigen Beitrag der Apotheken zur Eindämmung der Pandemie. Er ist für die Patienten kostenfrei.

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