Masken-Berechtigungsscheine für Marketing kaum geeignet

(Offenbach am Main, 11. Januar 2021) – Der Hessische Apothekerverband informiert seine Mitglieder über mögliche Folgen von Marketing-Aktionen, die er im Zusammenhang mit der Abgabe von Masken aufgrund der staatlich herausgegebenen Bezugsscheine beobachtet.

Im Grundsatz hält Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV, die Signalwirkung solcher Aktionen für fatal: „Die Apotheken vor Ort erbringen kostenintensive und hochkompetente Leistungen, indem sie die Bevölkerung mit hochwertigen Waren versorgen. Wer die Ausgabe von Masken an Risikopatienten für Marketingzwecke nutzt, indem er auf die Eigenbeteiligung verzichtet, Bonusaktionen startet oder gratis Masken zugibt, rückt seine Apotheke in die Nähe eines Ramschladens, in dem allein der Preis zählt.“

Der Apotheker weist darauf hin, dass die Schutzmaskenverordnung des BMG ausdrücklich vorsieht, dass jeder Anspruchsberechtigte eine Eigenbeteiligung zu leisten hat. Zudem könnten Masken gegenüber dem Nacht- und Notdienstfonds nur dann prüfsicher abgerechnet werden, wenn die Eigenbeteiligung dokumentiert sei.

„Wir raten den HAV-Mitgliedern immer zu gutem Marketing und unterstützen auch dabei“, fasst Seyfarth zusammen. Die Berechtigungsscheine böten hierfür jedoch keinen guten Ansatzpunkt.

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