Knapp 600 hessische Apotheken begleiten Arzneimitteleinnahme in Pflegeheimen

(Offenbach am Main, 13. August 2018) – 597 hessische Apotheken versorgen Menschen mit Arzneimitteln, die in Pflege- und Seniorenheimen leben. Sie bringen die verordneten Arzneimittelpackungen, Verbandstoffe und andere benötigte Hilfsmittel in die Heime. So stärken sie nicht nur die Sicherheit der Arzneimitteltherapie in den Heimen, sondern können einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Pflegepersonals leisten, erklärt Dr. Guido Kruse, Vorstandsmitglied des Hessischen Apothekerverbandes.

So wird jede Lieferung personenbezogen beschriftet und durch Personal der Apotheke auf den Pflegebereich gebracht, um die Verwechslungsgefahr zu minimieren. „Dank Ihres pharmazeutischen Fachwissens können die Apothekerinnen und Apotheker das Pflegepersonal zudem über Wechsel- und Nebenwirkungen aufklären, beraten, ob ein Arzneimittel sondengängig ist und Tipps zur Lagerung der Arzneimittelvorräte geben“, führt Apotheker Kruse aus.

Die heimversorgenden Apotheken bieten den Pflegeteams auch Schulungen zur Arzneimittelversorgung an. Dabei geht es um heimtypische Krankheitsbilder oder um den Umgang mit verschiedenen Arzneiformen und -mitteln, erklärt Kurse: „Wir erläutern, warum manche Arzneimittel vor oder nach dem Essen gegeben werden müssen. Und wir zeigen auch ganz praktisch, wie spezielle Arzneimittelformen wie Schmerzpflaster korrekt angewendet werden müssen. Denn jedes Arzneimittel kann seine volle Wirkung nur entfalten, wenn es richtig eingesetzt wird.“

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