Kleine Hautverletzungen schnell versorgen

Aufgeschürft, geschnitten, zerkratzt: Erste Hilfe bei kleinen Wunden

(Offenbach am Main, den 5. Januar 2018) – Wer sich beim Abbauen des  Weihnachtsbaumes verletzt oder an einer zerbrochenen Glaskugel schneidet und eine kleine Schnittwunde davonträgt, kann diese meist schnell selbst versorgen. Der Hessische Apothekerverband gibt Tipps, wie man weitere Verschmutzungen der Wunde zu vermeidet und so das Infektionsrisiko senkt.  

Die ersten Schritte beschreibt Stefan Räuber aus dem Vorstand des Hessischen Apothekerverbandes so: „Die Wunde wird gereinigt, indem Schmutzpartikel wie Steinchen oder Splitter zunächst unter lauwarmem Wasser abgespült werden. Tiefer in der Wunde steckende Fremdkörper entfernt am besten ein Arzt. Dann kann die Wunde desinfiziert und geschützt werden.“

Hierzu bieten sich schmerzfreie Desinfektionssprays und Pflaster an. Bei größeren Wunden kommen eine sterile Wundauflage und eine elastische Mullbinde als Verband zum Einsatz. Diese Verbandsmaterialien sollten stets in der Hausapotheke vorrätig sein und regelmäßig auf Verfall überprüft werden.

Ist die Wunde einmal desinfiziert und geschützt, braucht sie Ruhe. „Wiederholtes Desinfizieren verlangsamt die Wundheilung. Ein leicht feuchtes Milieu, wie es unter einem Pflaster entstehen kann, fördert sie dagegen“, weiß der Apotheker. Allerdings dürfen Wund- und Heilsalben nur auf die regenerierte Haut aufgetragen werden, keinesfalls auf die offene Wunde. Wenn die Wunde nässt oder anhaltend pochend schmerzt, empfiehlt Räuber einen Arztbesuch.

Unabhängig von einer akuten Wunde hält der Apotheker es für wichtig, den Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) regelmäßig zu checken und aufzufrischen. Die Apotheken geben ihren Patienten Auskunft, wann ihre nächste Schutzimpfung ansteht. 

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