Kinder vor Vergiftungen im Haushalt schützen

Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt am 20. März

(Offenbach am Main, 16. März 2018) - Vergiftungen gehören zu den häufigsten Unfallarten bei Kindern bis zu einem Alter von vier Jahren. Im Notfall sollten die Eltern die Giftnotrufzentrale anrufen, um zu klären, was sie tun sollen. Meist muss ein Notfall-Arzneimittel verabreicht werden. Zum Tag des Vergiftungsschutzes am 20. März empfiehlt der Hessische Apothekerverband Eltern von Kleinkindern, sich dieses schon vor dem Ernstfall in der Apotheke zu besorgen.

„In Hessen ist der Giftnotruf über 06131-19240 erreichbar“, weiß Cornelia Braun aus dem HAV-Vorstand. Diese Nummer sollte im Telefon der Eltern gespeichert sein. Nach Anweisung der Zentrale wird oftmals medizinische Kohle oder ein Entschäumer gegeben. Beide Arzneimittel sind in jeder Apotheke erhältlich und sollten für den Notfall zuhause vorrätig gehalten werden.

Braun rät davon ab, ein Erbrechen des Kindes zu erzwingen, da dies die Gefahr für das Kind vergrößern kann. Bei Verätzungen rät die Apothekerin zum vorsichtigen Spülen von Haut oder Auge mit viel klarem Wasser. Wichtig sei besonders, dass die Eltern Ruhe bewahren. Dies helfe im Gespräch mit der Giftnotrufzentrale und beim Befolgen der Anweisungen: „Panik der Eltern kann dazu führen, dass das Kind die Aufnahme der Arzneimittel verweigert, die gegen die Folgen der Vergiftung helfen sollen.“

Am wirksamsten werden Kinder vor Vergiftungen geschützt, wenn sie an kritische Mittel gar nicht herankommen. Dabei geht es nicht nur um das Verwahren von Arzneimitteln oder Haushaltsreinigern außerhalb der Reichweite von Kindern. „Auch Zigarettenstummel oder Zahnpasta für Erwachsene können Kindern gefährlich werden, wenn sie sie verschlucken“, hebt Braun hervor. Zeigen Kinder dann Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen, empfiehlt sie, sofort die Giftnotrufzentrale anzurufen.

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