„Ich hab Rücken …“

Volksleiden Rückenschmerzen in der Selbstmedikation

Quelle: ABDA

(Offenbach am Main, 14. März 2017) – Fast jeder zweite Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und Mittel der Selbstmedikation können bei beginnenden Rückenschmerzen größeren Schaden verhindern. Darauf weist der Hessische Apothekerverband anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2017 hin.

Rückenschmerzen gehörten nach dem Kopfschmerz zu den zweithäufigsten Schmerzen. Sie sind damit Spitzenreiter bei den Gründen für Arztbesuche und bei den Krankheitstagen, womit sie einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Kostenfaktor darstellen.

Beschwerden am Rücken nehmen mit zunehmendem Alter zu und sie betreffen Menschen mit sitzenden Tätigkeiten ebenso wie sportlich Aktive. Uwe Arlt, Vorstandsmitglied des Hessischen Apothekerverbandes, erklärt: „Mangelnde Bewegung kann genauso zu Rückenbeschwerden führen wie eine dauerhaft schwere körperliche oder eine Fehlbelastung, bspw. beim Sport. Sehnen, Bänder und Muskeln verändern sich so, dass Schmerzen im Rücken entstehen, oftmals im Bereich der Lendenwirbelsäule.“

Einmalige und Schmerzen von kürzerer Dauer lassen sich im ersten Schritt häufig selbst behandeln. Am häufigsten lösen Muskelverspannungen solche Schmerzen aus. „Hier kann Wärme erste Linderung bringen. Es gibt auch spezielle Salben oder Pflaster mit wärmendem und somit muskelentspannendem Effekt“, beschreibt Arlt Methoden der Selbstbehandlung. Weiter stehen schmerzstillende Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol zur Verfügung. Welcher Wirkstoff geeignet ist, muss im Einzelfall im Beratungsgespräch geklärt werden.

„Auch frei verkäufliche Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und können mit anderen eingenommenen Arzneimitteln Wechselwirkungen entfalten. Menschen mit schweren Nieren- oder Leberproblemen dürfen beispielsweise kein Paracetamol einnehmen. Diclofenac und Ibuprofen hingegen sind für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm nicht geeignet.“

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