Hilfreiche Unterstützung in den Apotheken für Multiple Sklerose-Patienten

Anlässlich des Welt MS-Tags am 30. Mai

(Offenbach am Main, 27. Mai 2019) – Multiple Sklerose (MS) ist bislang nicht heilbar. Durchschnittlich drei Jahre vergehen nach dem Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose, da Verlauf und Symptome dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralen Nervensystems sehr unterschiedlich sein können. Wichtige Unterstützung finden MS-Patienten in ihren Apotheken vor Ort, worauf der Hessische Apothekerverband anlässlich des Welt MS-Tags am 30. Mai hinweist.

„MS verläuft in Schüben“, erläutert Cornelia Braun, Mitglied im Vorstand des HAV. MS-Therapeutika verlängern die Zeit bis zum nächsten Krankheitsschub, müssen aber in Zeiten eingenommen werden, in denen die Patienten keine akute Verschlechterung spüren. „Die Apotheken sprechen mit den Patienten über ihre Ängste und unterstützen sie bei der Fortsetzung ihrer Therapie. Wertvolle Hinweise zur Anwendung der Therapeutika helfen hierbei.“

Beispielsweise werden immunstimulierende Interferone oft besser vertragen, wenn die Haut vor der Selbstinjektion gekühlt wird, die Injektionslösung selbst hingegen Raumtemperatur hat. Deren grippeartigen Nebenwirkungen können Patienten teilweise verschlafen, wenn die Interferone abends gespritzt werden. „Entsprechend aufgeklärte Patienten nehmen ihre relativ teuren Arzneimittel zuverlässig ein“, weiß Braun.

Manche Patienten benötigen Ess-, Trink- oder Anziehhilfen. Nach Verordnung durch den Arzt nehmen die Apotheken ihren Patienten den Verwaltungsaufwand ab und beantragen diese und weitere Hilfsmittel bei der Krankenkasse des Patienten. „Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach – die Teams beraten Sie zu den für Sie geeigneten Hilfsmitteln", ermuntert Apothekerin Braun.

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