Hessische Apotheken impfen in diesem Herbst nicht gegen die Grippe

(Offenbach am Main, 15. September 2021) – Der Hessische Apothekerverband informiert über den Stand seiner Verhandlungen mit den hessischen Primärkassen über den diesjährigen Start eines Pilotprojektes, das Grippeschutzimpfungen in Apotheken ermöglicht hätte.

Aufgrund des Masernschutzgesetzes sind Modellprojekte zur Grippeschutzimpfung in Apotheken bundesweit seit letztem Jahr möglich. So konnten sich 2020 über 200 Apotheken in Bayern, Niedersachen, Nordrhein und Saarland an den jeweiligen Impfprojekten ihres Bundeslandes beteiligen. Die Modellprojekte sollen eine Bewertung ermöglichen, ob der niedrigschwellige Zugang zu impfenden Apotheken dazu beiträgt, die Impfquote in der Bevölkerung zu erhöhen.

„Der HAV hätte gerne hessenweit Impfungen ermöglicht“, betont Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV. Doch auf Wunsch der Primärkassen hatte man sich auf zwei Modellregionen geeinigt und die konstruktiven Verhandlungen fortgeführt, ohne bislang jedoch eine Einigung erzielen zu können. Nunmehr sieht Seyfarth aufgrund der bereits angebrochenen Grippeimpfsaison für die Apotheken keine Möglichkeit mehr, das Impfprojekt geregelt umzusetzen.

„Aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen haben wir bislang keine Entscheidung unserer Partner für das Projekt erhalten. Zum jetzigen Termin sehen wir für die Apotheken vor Ort keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig zum Saisonstart die personellen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, um ihren hessischen PatientInnen ein Impfangebot zu unterbreiten“, erläutert der Apotheker. Dass die langen und konstruktiven Gespräche zu keiner Einigung geführt haben, die den Start des Projektes noch ermöglicht hätte, bedauert Seyfarth.

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