Hessens Apotheken leisten wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit

700 Auffälligkeiten bei Arzneimitteln in 2018 gemeldet

(Offenbach am Main, 6. Mai 2019) – Im vergangenen Jahr meldeten Hessens Apotheken knapp 700 arzneimittelbezogene Auffälligkeiten an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Dies teilt der Hessische Apothekerverband mit, der sich auf Daten der AMK bezieht.

„Die Apotheken vor Ort sind die letzte Kontrollinstanz, bevor Patienten ihre Arzneimittel in den Händen halten“, stellt Apotheker Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, dar. „Mit ihren regelmäßigen Qualitätskontrollen tragen sie entscheidend zur hohen Sicherheit der Arzneimittel bei.“ Überprüft werden bspw. Informationen von Beipackzetteln, Tablettenblister auf Unversehrtheit oder Fläschchen auf Trübungen der enthaltenen Flüssigkeit. Ein weiterer Pluspunkt sei die leichte Erreichbarkeit der Apotheken vor Ort: „Wer bei sich eine unerwünschte Wirkung seines Arzneimittels feststellt, kann diese leicht an die Apotheke zurückmelden“, so der Apotheker.

Im vergangenen Jahr bezogen sich 444 Meldungen (64%) auf Qualitätsmängel, während 242 Mal (35%) Unerwünschte Wirkungen registriert wurden. Die Information der Apotheken fließt über die AMK an die Hersteller der jeweiligen Arzneimittel, die die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. „So können Qualitätsmängel erkannt und abgestellt werden“, bekräftigt Seyfarth.

Jede öffentliche Apotheke in Deutschland überprüft täglich stichprobenartig eine Arzneimittelpackung. So wird jeden Tag die Qualität von knapp 20.000 Arzneimitteln überwacht. Zudem nehmen die Apotheken seit Februar am securPharm-System teil, das zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen dient. Das System entspringt den Anforderungen der europäischen Fälschungsschutzrichtlinie. Für seinen Betrieb müssen die Apotheken teils Investitionen von mehreren Tausend Euro tätigen.

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