Hausapotheke für Schnupfennasen

(Offenbach am Main, den 4. Dezember 2019) – Winterzeit ist Erkältungszeit – besonders für Kinder, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Was Eltern in der Hausapotheke bereithalten sollten, um ihrem Kind schnell und auf natürliche Weise zu helfen, erklärt der Hessische Apothekerverband HAV.

„Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung hilft ein Tee aus Thymian, Kamille oder Fenchel, der mit Honig gesüßt die Schleimhäute des kranken Kindes befeuchtet und die Abwehrkräfte stärkt“, erklärt Jeanett Wetzel, Mitglied im Vorstand des HAV.

Auch ein Bad mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus oder Thymian für Kinder ab zwei Jahren kann das Immunsystem unterstützen. Hier ist es wichtig, das Kind danach in ein warmes Bett zu packen, sonst kommt es leicht zum gegenteiligen Effekt. Auch ein Saft aus Echinacin kann bei Kindern ab vier Jahren die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und so eine Erkältung abschwächen.

Ein grippaler Infekt, der auch mit Fieber und Husten verbunden sein kann, wird oft von leichtem Fieber begleitet, das ein normaler und nützlicher Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen ist. Auf warme Bäder sollte dann verzichtet werden. Fiebersenkende Säfte oder Zäpfchen sind angezeigt, wenn die Temperatur auf 39 Grad steigt. Bei starken Beschwerden wie Atemprobleme, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen oder Schmerzen in der Brust, empfiehlt die Apothekerin einen Arztbesuch.

Kranke Kinder sollen viel ruhen und ausreichend trinken. Ergänzend können Brustsalben mit ätherischen Ölen und Hustensäfte zum Einsatz kommen. „Bei den Salben ist unbedingt auf das richtige Alter zu achten, denn kleine Kinder vertragen kein Menthol, Schulkinder schon“, zeigt Wetzel auf. Gegen Husten empfiehlt die Apothekerin schleimlösende und entzündungshemmende Hustensäfte: „Eventuell muss aber auch der Hustenreiz beruhigt werden. Zur richtigen Wahl berät die Apotheke.“

Grundsätzlich schützen frische Luft und befeuchtete Wohn- oder Schlafräume die Schleimhäute vor dem Austrocknen. So sind sie besser vor Viren und einer Infektion geschützt. Zum Befeuchten der Luft kann bspw. die Wäsche zum Trocknen im gut temperierten Kinderzimmer aufgehängt werden.

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