Festpreise in Apotheken stabilisieren Arzneimittelversorgung

Flächendeckende Anlaufstellen und feste Preise wirken stabilisierend

(Offenbach am Main, 26. März 2020) – Nicht nur durch ihre leichte und flächendeckende Erreichbarkeit leisten die Apotheken vor Ort derzeit einen überaus wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Gesundheitsversorgung. Auch staatlich regulierte Abgabepreise, die für alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel in den Apotheken gelten, tragen zu einem krisenfesten Gesundheitssystem bei, wie der Hessische Apothekerverband mitteilt.

„Die Apotheken in den Gemeinden leisten hervorragende Aufklärung zum Coronavirus und versorgen die Bevölkerung auch weiterhin mit Arzneimitteln“, stellt Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV, fest. „Zudem bieten die Apotheken auch stark nachgefragte Produkte zu den gewohnten Preisen an. Beide Faktoren stärken das Vertrauen in die Zuverlässigkeit unseres Gesundheitssystems“, ergänzt der Apotheker.

Selbst bei hoher Nachfrage sind die Preise zahlreicher Arzneimittel in Deutschland festgeschrieben. Dies stellt das staatliche System zur Bildung von Arzneimittelpreisen sicher. Bei frei kalkulierbaren Produkten – wie Desinfektionsmittel oder Nasensprays – blieben merkliche Preiserhöhungen in den Apotheken vor Ort, im Gegensatz zu vielen Internetanbietern, weitgehend aus.

Apotheker Seyfarth stellt klar, dass beide Faktoren erhalten bleiben müssen: „Wir brauchen ein flächendeckendes Netz an Apotheken, und wir brauchen einheitliche Preise für verschreibungspflichtige Arzneimittel.“ Dass ausländische Versender von diesen Preisen abweichen dürfen, hält er für einen Skandal: „Versender bieten weder Verlässlichkeit noch Beratung für Menschen in Ausnahmesituationen. Stattdessen finden wir aktuell teils absurde Preissteigerungen für stark nachgefragte Medikamente. Die Politik muss endlich handeln und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die es den Apotheken dauerhaft ermöglichen, ihren besonderen Versorgungsauftrag für die Menschen zu erfüllen!“

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