Eltern geben Apotheken Bestnoten

zum morgigen Tag der Apotheke

(Offenbach am Main, 6. Juni 2019) – Eltern sind mit ihrer Apotheke vor Ort sehr zufrieden – sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Forsa-Umfrage unter 1000 Eltern im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände anlässlich des ‚Tags der Apotheke‘ am 7. Juni.

Wie der Hessische Apothekerverband mitteilt, steht der bundesweite Aktionstag unter dem Motto „Richtige Medikation für Kinder“. In Hessen leben gut eine Million Kinder, das sind fast 18 % der gesamten Bevölkerung. In der Umfrage gaben 49 % der Eltern ihrer Apotheke die Schulnote ‚sehr gut‘, weitere 42 % ein ‚gut‘. Im Schnitt erreichen die Apotheken damit die Schulnote 1,6.

Dr. Guido Kruse, Apotheker und stellvertretender Vorsitzender des HAV, freut sich über diese Anerkennung und stellt fest: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Deshalb sollten Eltern für die richtige und altersgerechte Medikation bei der Auswahl des Arzneistoffs und der Darreichungsform den Expertenrat des Apothekers nutzen.“

Kinder brauchen häufig individuell gefertigte Rezepturarzneimittel, da es nicht immer passende industriell hergestellte Medikamente gibt. Laut einer Auswertung des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts e.V. (DAPI) wurden 2018 für Kinder bis 12 Jahren knapp eine Million Rezepturarzneimittel zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt, meist halbfeste Arzneimittel wie Cremes oder Salben.

Eltern nutzen Apotheken noch häufiger als Ärzte: In der Umfrage wurde gefragt, wie oft Eltern in den letzten 12 Monaten – abgesehen von Notdiensten – wegen des Kindes in einer Arztpraxis oder Apotheke waren. Mindestens einmal hatten 78 % der Eltern eine Apotheke aufgesucht, bei Kindern bis 3 Jahren sogar 90 %. Zum Vergleich: Mindestens einen Arztbesuch benannten 72 % der Eltern; bei Kindern bis 3 Jahren waren es 85 %.

Auch eine der bekanntesten Gemeinwohlpflichten der Apotheken, der Notdienst, wird von Eltern häufig genutzt. 39 % der Eltern, deren Kind älter als 2 Jahre ist, haben in den letzten 12 Monaten dieses Notfallangebot genutzt. Nach DAPI-Auswertungen gaben Apotheken im Jahr 2018 im Notdienst mehr als 850.000 Fertigarzneimittel zulasten der GKV für Kinder und Jugendliche ab.

Apotheker Kruse weiß: „Wenn das Kind akut krank ist, brauchen Eltern schnell kompetente Hilfe. Den Notdienst leisten die Apotheken vor Ort flächendeckend rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen.“ Der Apothekennotdienst ist für Eltern eine eigenständige Säule der Gesundheitsversorgung. Von den Eltern, die in den letzten 12 Monaten wegen ihres Kindes keinen Arzt aufgesucht hatten, haben rund ein Drittel eine Notdienstapotheke genutzt.

Zurück