Einsatz von Antibiotika in Hessen gesunken

Zahl der abgegebenen Packungen sinkt um neun Prozent

(Offenbach am Main, 19. Februar 2019) – Zwischen 2012 und 2017 ist die Anzahl der von den Apotheken in Hessen abgegebenen Antibiotika-Packungen um neun Prozent gesunken. Damit liegt Hessen im Bundestrend, wie der Hessische Apothekerverband unter Berufung auf Auswertungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts e. V. (DAPI) mitteilt.

„Aus pharmazeutischer Sicht ist diese Entwicklung zu begrüßen“, stellt Lutz Mohr, Mitglied im Vorstand des HAV, fest. „Viele Menschen sind überzeugt, dass Antibiotika gegen Viren helfen. „Das ist aber nicht der Fall. Gegen viral verursachte Erkrankungen hilft kein Antibiotikum.“

Vielmehr steigt durch häufige und fehlerhafte Einnahme von Antibiotika die Gefahr, dass spätere bakterielle Infektionen nicht behandelt werden können. „Durch die Bildung von Resistenzen verringern sich die Möglichkeiten zur wirksamen Behandlung schwerer Erkrankungen“, so der Apotheker weiter.

Wer sich dieser Tage einen grippalen Infekt zugezogen hat, sollte sich von den Experten in der Apotheke vor Ort über die Behandlungsoptionen beraten lassen. Hier stehen zahlreiche Arzneimittel zur Behandlung von  Atemwegsbeschwerden oder Gliederschmerzen zur Verfügung. Die Apothekenteams wissen auch, wann sie ihre Patienten zum Arztbesuch raten müssen.

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