Covid-19-Impfstoffe für Betriebsärzte gut, aber schwierig

Gekürzte Liefermengen erschweren Versorgung und angemessene Entschädigung des Logistikaufwandes der Apotheken.

(Offenbach am Main, 20. Mai 2021) – Nicht selten werden die von den Arztpraxen bestellten Mengen an Covid-19-Impfdosen vor der Auslieferung über den Großhandel nach Vorgaben des BMG gekürzt. Die Kriterien hierfür sind den Apotheken leider noch immer nicht bekannt, doch sinkt damit die finanzielle Entschädigung für die Logistikleistungen der Apotheken vor Ort. Mit Einbindung der Betriebsärzte in die nationale Impfkampagne werden Kürzungen der Liefermengen noch zunehmen, warnt der Hessische Apothekerverband.

„Die Apotheken geben nach einem genau festgelegten Verfahren die Bestellungen der Arztpraxen an den pharmazeutischen Großhandel weiter, informieren die Praxen über die zugesagten Liefermengen und bringen die höchst empfindlichen Impfstoffe persönlich dorthin“, erläutert Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV. Hierfür erhielten sie eine Aufwandsentschädigung pro geliefertem Vial. Wird deren Anzahl nach für die Apotheken nicht nachvollziehbaren Kriterien gekürzt, erhielten die Apotheken weniger Geld, hätten aber denselben und oft sogar mehr Aufwand.

Die Versorgung der Betriebsärzte mit ihrem zweiwöchigen Bestellvorlauf wird die Logistik verkomplizieren, außerdem werden die Kürzungen der Liefermengen zunehmen, erwartet der Apotheker und beschreibt die aktuelle Situation: „Die bestellten Mengen werden derzeit bei Comirnaty® teils zu 100%, bei Vaxzevria® teils zu 50% gekürzt.“ Dass dann die Aufwände der Apotheken nur zu 25% vergütet werden, ist für ihn nicht hinnehmbar: „Die Aufwandsentschädigung der Apotheken muss auch die Anzahl der bestellten Vials mit einbeziehen“, fordert er.

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