Apotheker will gegen Corona impfen

Verbandschef fordert Politik auf, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen

(Offenbach am Main, 29. November 2021) – Apotheken sollen ihren Patienten Corona-Schutzimpfungen anbieten dürfen, fordert Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes. Trotz aller Anstrengungen sei die vierte Welle der Pandemie mit den vorhandenen Impf-Kapazitäten nicht in den Griff bekommen.

„Insbesondere ältere Patienten, die seit Frühjahr komplett geimpft sind, haben mittlerweile so wenige Antikörper, dass sie vermehrt Impfdurchbrüche erleiden“, weiß der Apotheker. Er berichtet von zahlreichen Patienten, die dringend eine Booster-Impfung benötigen, aber nur verspätete Termine in ihren Arztpraxen erhalten. Daher erwartet Seyfarth vom Gesetzgeber, jetzt Booster-Impfungen in Apotheken zu erlauben.

Aus seiner Sicht spricht vieles dafür: „Apotheken sind flächendeckend vorhanden, auch an Samstagen geöffnet und ihre Teams haben ein breites Wissen über Impfungen.“ Auch erreichen sie viele Menschen, die üblicherweise nicht zum Arzt gehen. Dies zeigen Erfahrungen in anderen Ländern wie Frankreich, wo Apotheken seit Sommer gegen Corona impfen.

„Mit dem entsprechenden Auftrag des Gesetzgebers und den erforderlichen Schulungen können Apotheken impfen und dazu beitragen, die vierte Welle zu brechen“, so der Vorsitzende. Dabei ist die wichtigste Voraussetzung – sowohl für ausreichende Termine in den Arztpraxen als auch für Impfungen in den Apotheken – , die Bereitstellung ausreichender Mengen an Impfstoff durch den Bund, hebt Seyfarth hervor: „Wer die Menschen zum Impfen aufruft, muss zuverlässig für Impfstoff sorgen“.

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