Apotheken verärgert wegen knapper Impfstoffe

Durch die Kontingentierung von Corona-Impfstoffen können Apotheken nicht ausreichend Impfstoff an die Arztpraxen liefern.

(Offenbach am Main, 26. November 2021) – Zum zweiten Mal in diesem Monat können Corona-Impfstoffe von den Arztpraxen nur in begrenzter Menge bestellt werden. Dies allein findet Mira Sellheim, Mitglied im Vorstand des Hessischen Apothekerverbandes, bedenklich. Dass selbst diese Mengen nicht immer in den Apotheken eintreffen, empört die Apothekerin. Eine zuverlässige Versorgung der Praxen mit Impfstoffen sei so nicht möglich.

„Die Apotheken koordinieren die Bestellungen mehrerer Impfstoffe aus einer Vielzahl von Praxen“, erläutert die Apothekerin. „Jede Bestellung wird sorgfältig und gewissenhaft verarbeitet und an die pharmazeutischen Großhändler weitergereicht.“ Dass die Apotheken wieder gezwungen sind, ihre Praxen über gekürzte Bestellmengen zu informieren, hält sie für untragbar: „Die Politik appelliert an die Menschen, sich impfen zu lassen. Da ist eine Kontingentierung an sich schon nicht leicht nachvollziehbar. Dass dann aber nicht einmal die zugewiesenen Bestellmengen verfügbar sind, versteht niemand.“

Für die Apotheken bedeuten gekürzte Liefermengen erheblichen Mehraufwand: „Sie müssen die Praxen anrufen und ihnen mitteilen, dass der Impfstoff nicht ausreicht. Diese Situationen sind für die Praxen noch unangenehmer als für die Apotheken, denn sie müssen wiederum Termine mit ihren Patient:innen absagen“, bedauert Sellheim. Sie appelliert an die Verantwortlichen, ausreichend Impfstoff zur Verfügung zu stellen: „Dann versorgen die Apotheken Praxen mit Impfstoffen in jeder gewünschten Menge.“

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