Apotheken setzen neues Sicherheitssystem für Arzneimittel um

Hessische Apotheken investieren in die Umsetzung der EU-Fälschungsschutzrichtlinie

(Offenbach am Main, den 7. Februar 2019) – Arzneimittel aus der Apotheke vor Ort erfüllen schon heute die höchsten Sicherheitsanforderungen. Damit dies so bleibt, nutzen Apotheken ab 9. Februar bundesweit das neue Sicherheitssystem securPharm. Das System wurde von den deutschen Verbänden der Apotheken, Großhändler und pharmazeutischen Industrie aufgrund der europäischen Fälschungsschutzrichtlinie entwickelt.

Holger Seyfarth, Vorsitzender des HAV, betont: „Durch tägliche Stichproben der Fertigarzneimittel, durch die Sicherstellung der für die jeweiligen Arzneimittel erforderlichen Lagertemperaturen und nicht zuletzt durch ihr Expertenwissen über Aussehen, Zusammensetzung und Anwendung von Arzneimitteln tragen die Apotheken schon heute maßgeblich zu einer sicheren Arzneimittelversorgung bei.“

Das neue System geht noch weiter. Ab dem 9. Februar 2019 müssen pharmazeutische Hersteller europaweit die Packungen ihrer verschreibungsp­flichtigen Arzneimittel mit einer individuellen Seriennummer und einem Siegel versehen, anhand dessen die Unversehrtheit der Packung erkennbar ist. Arzneimittel, die vor dem 9. Februar 2019 im Handel waren, bleiben bis zu ihrem Verfallsdatum auch weiterhin abgabefähig. Diese schrittweise Einführung des Fälschungsschutzsystems gewährleistet die Kontinuität der Arzneimittelversorgung.  

Apotheker Seyfarth hebt hervor: „Die neuen Packungen kommen erst langsam in den Apotheken an. Daher erhalten unsere Patienten derzeit noch Packungen ohne individuelle Seriennummern. Diese Arzneimittel aus der wohnortnahen Apotheke sind sicher. Mit unserem Engagement sorgen wir dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt.“

Die hohen Sicherheitsstandards in den Apotheken erfordern laufende Investitionen in die eingesetzten Software-Systeme. Kriminelle Versuche, Fälschungen in die legale Lieferkette einzuschleusen, werden so maßgeblich erschwert.

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