Antigen-Schnelltests in Apotheken: Vergütung jetzt anpassen

HAV-Vorsitzender fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit

(Offenbach am Main, 6. April 2021) – Rund 20% der hessischen Apotheken bieten mittlerweile kostenfreie PoC-Antigen-Schnelltests an. Hierfür mussten sie innerhalb kürzester Zeit umfangreiche Voraussetzungen schaffen. Der Hessische Apothekerverband e.V. fordert, diese Anstrengungen anzuerkennen und die Aufwandsentschädigung der testenden Apotheken derjenigen der Ärzte anzupassen.

„Für die Vorbereitung und Durchführung der Tests sind teils erhebliche Investitionen erforderlich, zudem schlagen laufende Vorhaltungskosten wie bspw. Miete für separate Räume, zusätzliches Personal, EDV, Hygiene und Schulungsmaßnahmen zu Buche“, betont Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes.

Da bislang noch wenige Arztpraxen Schnelltests anbieten, seien die Apotheken vor Ort unerlässlich bei der Umsetzung der Teststrategie des Landes und unterstützten noch mehr als bisher bei der Bekämpfung der Pandemie. Dass die Aufwandsentschädigung der Apotheken gleichwohl nur 12€ brutto beträgt, während Arztpraxen für die Durchführung eines Tests 15€ netto erhalten, hält der Apotheker für inakzeptabel: „Die Voraussetzungen zur Durchführung von Tests in Apotheken und Arztpraxen sind vergleichbar, ebenso wie das Infektionsrisiko des testenden Personals. Das Engagement der hessischen Apotheker muss daher jetzt gewürdigt und ihre Aufwandsentschädigung derjenigen der Ärzte angepasst werden.“

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