Abgeordnete des Bundestages diskutieren bei Gesundheitspolitischem Forum in Offenbach

(Offenbach am Main, 29. August 2017) – Zahlreiche Politiker erörtern beim morgigen Gesundheitspolitischen Forum in Offenbach am Main den Erhalt des freien Heilberufes Apotheker. Zu der vom Hessischen Apothekerverband initiierten Veranstaltung, die um 14 Uhr im New Century Hotel beginnt, haben sich rund 100 Teilnehmer aus Apothekerschaft, Krankenkassen, Industrie und Großhandel angemeldet.

Moderator Dr. Florian Staeck wird die Diskussion um Zukunftsfragen der Arzneimittelversorgung leiten, der sich die Mitglieder des Bundestages Kordula Schulz-Asche, (Bündnis 90/ Die Grünen), Markus Koob (CDU) sowie Bettina Stark-Watzinger (FDP Hessen) und Prof. Dr. Hilko J. Meyer (FH Frankfurt) im Offenbacher New Century Hotel stellen.

Apotheker Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, erinnert an die Gemeinwohlpflichten, die der Staat den Apothekern übertragen hat, nämlich die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen. Den Gesetzgeber sieht er in der Pflicht, hierfür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

„Ich bin gespannt auf die Ansätze der Politiker, mit denen sie die Apotheker als freien Heilberuf erhalten wollen.“ Dabei erachtet Seyfarth die verzerrten Wettbewerbsbedingungen, die zwischen deutschen Apotheken und ausländischen Versendern seit Herbst letzten Jahres bestehen, als drängendstes Problem für die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln in Deutschland.

Er hält die Begrenzung des Versandhandels auf Arzneimittel der Selbstmedikation für die einzige Möglichkeit, einen einigermaßen fairen Wettbewerb wiederherzustellen. Dies sei im Übrigen in 21 europäischen Staaten auch der Fall. Anderenfalls hält er etwa ein Viertel aller Apotheken für langfristig gefährdet. „Das hat Folgen für die Menschen in ihren Wohnorten“, warnt Seyfarth und will an die Politiker appellieren, sich in den Apotheken ihrer Wahlkreise über deren Arbeit zu informieren. „Sie werden sehen: Es lohnt sich, sich für die Apotheken und die von ihnen geschaffenen 12.000 Arbeitsplätze in Hessen einzusetzen.“

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