Ernährung bei schweren Erkrankungen

Wenn der Hunger fehlt/ Am 7. März ist Tag der gesunden Ernährung

(Offenbach am Main, den 6. März 2018) – Schwerkranke Menschen leiden nicht nur unter ihrer eigentlichen Erkrankung, sondern häufig auch unter Appetitlosigkeit oder großen Schluckbeschwerden. Hierdurch droht ihnen Mangelernährung, die den belasteten Organismus noch weiter schwächt. Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2018 weist der Hessische Apothekerverband darauf hin, dass einfache Methoden und Hilfestellungen den Betroffenen helfen können.

Jeanett Wetzel, Mitglied im Vorstand des HAV, rät bei Schluckbeschwerden zu pürierter Kost oder auch breiiger Fertignahrung, die alle nötigen Nährstoffe enthält. „Auch hochkalorische Trinknahrung kann den Erkrankten helfen, trotz der Schluckbeschwerden bei Kräften zu bleiben“, führt die Apothekerin aus.

Müssen Arzneimittel wie große Kapseln oder Tabletten eingenommen werden, können manche Tabletten zerkleinert und beispielsweise mit Apfelmus eingenommen werden. Wetzel empfiehlt die Rücksprache mit dem Apotheker, ob dies im Einzelfall möglich ist. Ansonsten bieten Apotheken eine Art Gel an, mit dem Medikamente zum Erleichtern des Schluckens überzogen werden können.

Auch die Schlucktechnik ist laut Wetzel entscheidend: „Viele Menschen neigen den Kopf automatisch nach hinten, wenn sie eine Tablette schlucken. Dabei wird die Speiseröhre jedoch eingeengt. Besser ist es, den Kopf leicht nach vorne zu beugen und das Kinn nach unten zu ziehen und so zu schlucken.“ Weiter weist sie darauf hin, dass es von vielen Medikamenten auch andere Darreichungsformen wie Säfte, Pulver oder Wirkstoffpflaster gibt, die die Versorgung von Menschen mit eingeschränkter Schluckfunktion erleichtern. Sie rät, in solchen Fällen Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker zu nehmen, damit geeignete Arzneiformen gefunden werden können.

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