Dem Rückenschmerz den Kampf ansagen

Bewegung bringt die Lebensqualität zurück Zum Aktionstag gegen den Schmerz am 5. Juni 2018

(Offenbach am Main, 4. Juni 2018) – Schätzungen gehen davon aus, dass 60 bis 80 Prozent der Menschen schon einmal Rückenbeschwerden hatten. 40 Prozent der Betroffenen haben dauerhafte Schmerzen, die oft durch überbeanspruchte Sehnen und Bänder oder einen Verschleiß der Wirbelsäule entstehen. Der Hessische Apothekerverband weist zum Aktionstag gegen den Schmerz am 5. Juni darauf hin, dass Bewegung oder Schmerzmittel den betroffenen Menschen helfen können.

Lutz Mohr, Mitglied im Vorstand des HAV, kennt die drei große Entstehungsursachen der Rückenschmerzen: Überbelastung, falsche Körperhaltung und genereller Bewegungsmangel mit einem Übermaß an Sitzen. Die beste Vorbeugung und auch wichtigste Maßnahme gegen Rückenschmerzen sieht Apotheker Mohr daher in gemäßigter Bewegung: „Durch Schonhaltung werden neue Verspannungen hervorgerufen und ein Teufelskreis beginnt.“ Schnelle und ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden. Leichte Dehnungsübungen oder Spaziergänge können helfen, Muskeln zu lockern. Dabei hilft auch Wärme, bspw. von einer Wärmeflasche oder entsprechenden Pflastern. Allerdings warnt der Experte auch: „Wenn Entzündungen oder Nervenreizungen die Ursache des Schmerzes sind, ist Wärme schädlich und sofort abzusetzen. Stattdessen sollten die Patienten ihren Hausarzt aufsuchen.“

Das sollten sie auch, wenn gezielte Bewegung und rezeptfreie Schmerzmittel, als Tabletten oder zur äußerlichen Anwendung, über längere Zeit nicht helfen. „Insbesondere wenn Taubheitsgefühle aufkommen oder andere Symptome wie Fieber oder Probleme beim Wasserlassen, muss man das ernst nehmen und medizinischen Rat einholen“, weiß Mohr. Denn Nierenbecken-, Eileiter- oder Eierstockentzündungen oder ein Herzinfarkt können so ausstrahlen, dass der Patient Rückenschmerzen verspürt.

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